Alkoholfreies Bier

- die Alternative für bewusstes Genießen

 

Ob auf Partys oder beim Essen, nach dem Sport oder bei offiziellen Anlässen: Ein kühles Bier schmeckt vielen einfach am besten. Nur soll es eben nicht immer eines mit Alkohol sein. Und der Promille-Verzicht fällt dem Genießer leicht. Wer zu alkoholfreien Bieren greift, muss weder bei der Qualität noch beim Geschmack Abstriche machen. Mit hohem zeitlichem und technischem Aufwand haben die deutschen Brauer Verfahren entwickelt, auch anspruchsvollste Bierfreunde, die einen klaren Kopf behalten wollen, zufrieden zu stellen.

 

Fragen und Antworten zum alkoholfreien Bier


Wie viele Brauereien stellen alkoholfreie Biere her und wie hoch ist der Gesamtausstoß?

Deutschlands Brauer sind weltweit führend bei der Herstellung hochwertigster alkoholfreier Biere. Der Gesamtausstoß betrug 2012 rund. 4,1 Millionen Hektoliter, das entspricht rund fünf Prozent der gesamten Bierproduktion in Deutschland. Mittlerweile können die Freunde der alkoholfreien Biere zwischen verschiedenen Marken von rund 200 Brauereien auswählen. Ob Pils, Weizenbier und Radler oder auch regionale Spezialitäten wie Kölsch oder Alt: Alkoholfreies Bier ist so vielseitig, dass jeder auf seinen Geschmack kommt. Gerade bei Sportlern erfreuen sich die isotonischen Durstlöscher wachsender Beliebtheit.

 

Wie werden alkoholfreie Biere hergestellt?

Mit hohem zeitlichen und technischen Aufwand haben die deutschen Brauer moderne Verfahren entwickelt, um auch für jene Bierfreunde qualitativ hochwertige und geschmacklich überzeugende Biere zu entwickeln, die etwa als Autofahrer einen klaren Kopf behalten wollen. Alkoholfreie Biere werden so sorgsam gebraut, dass sie ihre typische Note und die unverwechselbaren Hopfen- und Malzaromen behalten. Zwei Herstellungsverfahren sind weit verbreitet: das Abbrechen des Gärprozesses bei einem Alkoholgehalt von 0,5 Prozent oder das nachträgliche Entfernen von Ethanol bis zum gewünschten Alkoholgehalt.

 

Warum enthalten alkoholfreie Biere geringe Spuren von Alkohol?

Bedingt durch die Herstellungsprozesse in den Brauereien können alkoholfreie Biere bis zu 0,5 Volumenprozent Alkohol enthalten – Spuren von Alkohol, die jedoch so gering sind, dass sie keinerlei physiologische Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben. Während in anderen EU-Staaten wie Frankreich oder Spanien ein doppelt so hoher Wert zulässig ist, dürfen als „alkoholfrei“ deklarierte Biere in Deutschland nur höchstens 0,5 % vol. enthalten. Dieser Wert gilt für alkoholfreie Weine ebenso wie für Getränke wie Fruchtsäfte oder Kefir, in denen sich von Natur aus durch Gärprozesse ebenfalls geringe Spuren von Alkohol finden. Entscheidend ist: Die in den Getränken verbliebenen Restmengen sind stets so gering, dass sie selbst auf alkoholempfindliche Menschen keinerlei messbaren Einfluss ausüben. Übrigens: Auch der menschliche Körper selbst bildet Alkohol – ein Phänomen, das noch nicht vollständig untersucht ist. Menschen haben ohne jeglichen Alkoholkonsum in der Regel einen permanenten Blutalkoholgehalt von etwa 0,03 Promille.

 

Ist es wissenschaftlich gesichert, dass der Genuss alkoholfreier Biere keinerlei Auswirkungen auf den Körper hat?

Hierzu liegt eine Vielzahl von Studien vor, die alle ein klares Ergebnis zeigen: Verbraucherinnen und Verbraucher können alkoholfreie Biere völlig unbeschwert und sorglos genießen. Studien haben gezeigt, dass ein Mann in relativ kurzer Zeit zwischen 15 und 20 Flaschen alkoholfreies Bier trinken müsste, um dieselbe Alkoholaufnahme zu erreichen wie mit einer einzigen Flasche gewöhnlichem Bier. Untersuchungen des rechtsmedizinischen Instituts der Universität Freiburg belegen, dass selbst der forcierte Konsum von alkoholfreiem Bier unter realistischen Trinkbedingungen zu keiner relevanten Erhöhung des Blutalkoholspiegels führt. Nach dem Genuss von drei Flaschen (entspricht 1,5 Liter) alkoholfreiem Bier innerhalb einer Stunde konnten in der Studie nur minimale Blutalkoholspiegel festgestellt werden – im Durchschnitt 0,0024 Promille. Bei 70 Prozent der Probanden konnte nicht einmal eine minimale Auswirkung auf die Blutalkoholkonzentration festgestellt werden. Nur eine halbe Stunde nach Trinkende war überhaupt keine messbare Alkoholkonzentration im Blut der Probanden mehr feststellbar. Studien über den Genuss alkoholfreier Biere haben auch dokumentiert, dass es keinerlei Einfluss auf das Reaktionsvermögen der Probanden gibt. Dies bedeutet, dass der Genuss alkoholfreier Biere auch vor dem Hintergrund der 0,0-Promillegrenze für Fahranfänger als unbedenklich zu betrachten ist.

 

Warum können Fahranfänger, für die in Deutschland eine 0,0-Promille-Grenze gilt, ohne Bedenken alkoholfreie Biere trinken?

Die Alkoholspuren, die in alkoholfreien Bieren enthalten sein können, sind sehr gering und haben erwiesenermaßen keinerlei physiologische Auswirkungen auf den Organismus. Sie beeinträchtigen somit auch nicht das Fahrverhalten. Eine Studie der Universität Freiburg hat belegt, dass der forcierte Konsum von alkoholfreiem Bier (1,5 l/h) nicht zu Veränderungen der Blutalkoholkonzentration führt. Fazit der Studie: „Nach dem Konsum von alkoholfreiem Bier sind auch für Fahranfänger, für die (…) ein striktes Alkoholverbot gilt, keine negativen führerscheinrechtlichen Konsequenzen zu erwarten.“

 

Müssen Schwangere auf den Genuss von alkoholfreiem Bier verzichten?

In der Schwangerschaft sollte auf alkoholhaltige Getränke grundsätzlich verzichtet werden. Die Berliner Charité wie auch andere Institute erklären jedoch den Genuss alkoholfreier Biere für vertretbar. So wie schwangere Frauen auch unbeschadet Mischbrot und Fruchtsäfte mit minimalsten Alkoholspuren zu sich nehmen, so können sie auch gelegentlich alkoholfreie Biere genießen. Wichtig ist, dass in der Schwangerschaft hauptsächlich Getränke wie Wasser oder Tee den Flüssigkeitsbedarf decken.

 

Ist der Genuss von alkoholfreiem Bier für trockene Alkoholiker problematisch?

Ja. Alkoholkranke sollten kein alkoholfreies Bier konsumieren. Wenngleich die Alkoholspuren physiologisch unbedenklich sind, wie u.a. eine Meta-Studie der Landesnervenklinik Andernach belegt, und als alleinige Ursache entsprechend nicht zu einem Rückfall führen würden, sind es vielmehr die dem normalen Bier physiologisch ähnlichen Merkmale wie Aussehen, Geschmack und Geruch, die für diesen bestimmten Betroffenenkreis problematisch sind.

 

Müssen geringe und geringste Spuren von Alkohol in Getränken gekennzeichnet werden?

Nein. Die minimalen Spuren von Alkohol haben keinerlei Auswirkungen auf den Körper. Aus diesem Grund ist eine Kennzeichnung von alkoholfreien Bieren, Fruchtsäften, Erfrischungsgetränken oder Milchprodukten seitens des Gesetzgebers nicht vorgesehen.

 

Welche Lebensmittel enthalten ebenfalls Alkohol?

Vielen Lebensmitteln ist gemein, dass bei ihnen wie bei alkoholischen Getränken eine Gärung stattfindet. Hefezellen, die in der Natur fast überall vorkommen, beziehen ihre Energie aus dem Abbau von Zuckern, wobei Ethanol und Kohlendioxid entstehen. Gewisse Mengen an Alkohol entstehen auch bei der Milchsäuregärung. Ebenso werden Spuren von Alkohol auch als Trägersubstanz bei der Herstellung von Aromen verwendet. Damit enthalten eine Reihe von Lebensmitteln Alkohol. Beispielhaft sind zu nennen:

  • Essig  
  • Mischbrot
  • Kefir 
  • Königskuchen 
  • Sauerkraut 
  • reife Bananen 
  • Apfelsaft 
  • Traubensaft

3 g/l
2-4 g/kg
6 g/l
6,2 g/kg
2-8 g/kg
6 g/kg
2 g/l
3 g/l

        (4 Gramm Alkohol/Liter entsprechen 0,5 % vol)

 

 



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