Pressemeldung

Biergenießer nicht für leere Staatskassen bestrafen!

Suche nach höheren Einnahmen für den Bund führt zurück zu zwei Wissenschaftlern - Ihr Vorschlag: Gesundheitspolitik rechtfertigt höhere Steuern und Abkassieren von Biergenießern

Berlin, 15.01.2010. Die deutschen Brauer verfolgen die aktuelle Diskussion und Berichterstattung über die Suche nach Möglichkeiten, die Löcher in öffentlichen Haushalten zu stopfen.

Aktuell wird in den Medien eine Studie erwähnt, die bereits im letzten Jahr wegen nicht nachvollziehbarer Schlussfolgerungen von der Politik verworfen wurde. „Es ist wieder alter Wein in neuen Schläuchen, wenn sich Einige berufen fühlen, einen seinerzeit falschen Ansatz erneut der Politik vorzuschlagen. Die derzeitige finanzielle Lage des Staates darf nicht zu einer Würdigung falscher wissenschaftlicher Ausarbeitungen und schon gar nicht zur zusätzlichen Steuerbelastung der Bevölkerung führen”, so der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Rechtsanwalt Peter Hahn, zu dem Aufgreifen einer Hamburger Studie. In dieser wird eine Anhebung der Alkoholsteuern auf skandinavisches Niveau gefordert. Wie den Menschen in Skandinavien unterstellt wird, nicht sachgerecht mit Genussmitteln umgehen zu können und sie daher mit hohen Steuern belegt werden, soll diese politische Maßnahme nach Ansicht der Wissenschaftler auch in Deutschland angewendet werden. Hahn betont weiter: „Gerade jetzt sollten Steuererhöhungen für die Menschen nicht schon wieder zum Thema werden müssen. Die Menschen leiden bereits seit langem unter vielen Abgaben. Nicht ohne Grund wird immer wieder gefordert: Mehr Netto vom Brutto.” Hahn ergänzt: „Steuererhöhungen dürfen nicht zum gesundheitspolitischen Steuerungsinstrument werden. Erstens gibt es keine Belege über die positive Auswirkung solcher Steuerungsinstrumente und zweitens würde durch zusätzliche Abgaben die Mehrheit der Deutschen getroffen, die Bier verantwortungsbewusst genießt. Diejenigen, die Genussmitteln missbrauchen, werden durch finanzielle Strafmaßnahmen nicht davon abgehalten.”

Gesundheitspolitisch begründete Steueranhebungen, um Bier und andere alkoholhaltige Getränke unattraktiv zu machen, führen aus Branchensicht nur dazu, dass die Menschen zu billigeren, mitunter gefährlichen Produkten greifen und in die Illegalität getrieben werden.

In Deutschland konsumieren gut 95% der Menschen Bier und andere alkoholhaltige Getränke in einem unbedenklichen Maß. Knapp 5% gilt es aber über die Gefahren eines zu hohen, riskanten Konsums aufzuklären und von ihrem Fehlverhalten abzuhalten.

Fest steht auch, dass Jugendliche insgesamt immer weniger alkoholhaltige Getränke konsumieren. Leider gibt es eine kleine Gruppe, die durch erhöhten missbräuchlichen Konsum auffällt und alle in Verruf bringt.

Die deutschen Brauer unterstützen daher die politischen Verantwortlichen vom Bund bis in die Kommunen in ihrem Engagement, durch Prävention und Aufklärung die Einsicht und Verantwortung der Menschen zu stärken.

Gerade Eltern und andere Erziehungsberechtigte und -beauftragte müssen stärker eingebunden werden, den Alkoholmissbrauch etwa von Kindern und Jugendlichen zu bekämpfen. Hier ist der Staat gefordert und nicht bei der Diskussion um Steueranhebungen.

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