Pressemeldung

Braugerstensituation für Brauer angespannt

Deutscher Brauer-Bund warnt vor negativen und konzeptlosen agrarpolitischen Entscheidungen auf EU- und Bundesebene

 

Berlin, 20.01.2012 In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Nahrungsmitteln und Energie stetig angestiegen. Dies hat dazu geführt, dass im Agrarbereich eine Flächenkonkurrenz entstanden ist, von der auch die Qualitätsbraugerste für die Malz- und Brauwirtschaft betroffen ist. „Im letzten Jahr hat sich auch das Wetter von seiner schlechtesten Seite gezeigt - mit verheerenden Folgen für die Rohstoffversorgung. Einem der seit Jahrzehnten kältesten Winter sind eine starke Trockenperiode im Frühjahr und eine lange Regenperiode zur Erntezeit gefolgt. Gerade der für die deutschen Brauer so wichtige Braugerstenanbau hat quantitativ und qualitativ dramatisch gelitten“, beschreibt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Rechtsanwalt Peter Hahn, die Ausgangssituation für 2012 anlässlich der weltweit bekannten Agrar- und Ernährungsmesse, der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

Er führt weiter aus, dass obschon die anderen Hauptanbaugebiete in Europa Überschüsse für den Export produziert hätten, es trotzdem zu einem Gesamtdefizit in Europa von knapp 300.000 t gekommen sei. Braugerste sei daher zu einem knappen Gut geworden, mit entsprechenden Folgen für die Preise.

Folglich steht auch die Versorgung der Malzindustrie bis zur nächsten Ernte unter einem großen Fragezeichen.

„Wenngleich im letzten Jahr die Anbaufläche für Braugerste in Deutschland um 7,5 % größer geworden ist, sind die Ernten regional unterschiedlich ausgefallen, so dass die Nachfrage über dem Angebot liegt. Es handelt sich hierbei etwa um 1 Mio. t“, ergänzt Hahn.

Der Deutsche Brauer-Bund bemüht sich gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband Rahmenbedingungen zu finden, die sowohl der Landwirtschaft, als auch den Mälzern und Brauern die Zusammenarbeit erleichtern und zu einer besseren Versorgungssicherheit führen sollen. Besondere Bedeutung komme der regionalen Zusammenarbeit zu. Ferner gehöre ein mittelfristig angelegter Vertragsanbau für Braugerste dazu, um Schwankungen von Mengen und Qualität auffangen zu können und so die Braugerste für alle Beteiligten attraktiv zu machen.

Von der Politik insbesondere in der EU und im Bund erwarten die Brauer deutliche Signale, die nicht verunsichern und ebenso wenig dazu führen, dass Agrarflächen für Nahrungsmittel im steigenden Ausmaß zu Gunsten von Agrokraftstoffen umgewidmet werden.

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