Pressemitteilung

Deutsche Biervielfalt so groß wie noch nie!

Deutsche Brauer schaffen immer mehr nach dem Reinheitsgebot gebraute Biere und formulieren ihre Erwartungen an die Politik zur Bundestagswahl 2013.

 

Berlin, 05.06.2013. „Wir sehen begeisternde Entwicklung bei neuen Bieren, die mit aromatischen Hopfen gebraut werden und zur Bereicherung der Geschmacksvielfalt beitragen. Wir sehen, dass Brauereien die Regionalität stärken, indem sie örtliche Vereinbarungen zur Rohstoffsicherung schließen, oder gar ihre Energie aus erneuerbaren Quellen, wie Biogas, Holz oder Wind gewinnen.“ Mit diesem Blick auf die Branche eröffnete der Präsident des Deutschen Brauer-Bundes (DBB), Dr.-Ing. Hans-Georg Eils, die Jahrespressekonferenz anlässlich des Deutschen Brauertages 2013 in Berlin.

Die Brauwirtschaft sei agil und könne sich daher gut den Herausforderungen des nationalen und internationalen Biermarkts stellen. Wenngleich der Bierabsatz im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,7% auf 96,3 Mio. hl zurückgegangen ist, haben die 1.339 deutschen Braustätten den Exportanteil wieder steigern können. Mittlerweile liegt der Exportanteil deutscher Biere bei 16,1%, gemessen am Gesamtbierabsatz von knapp 100 Mio. hl.

Dr. Eils hierzu: „Deutsches Bier, das für einzigartigen Geschmack, absolute Klarheit und somit Reinheit durch das Reinheitsgebot steht und die deutsche Genusskultur verkörpert, findet immer mehr Freunde im Ausland.“ Dass dieser Anteil doppelt so hoch liege, wie der Import mit 8,1% zeige „dass die Bierfreunde hier wissen, was sie an ihrem Bier haben“.

Die ersten vier Monate dieses Jahres hätten aufgrund des langen Winters und durchwachsenen Frühlingsanfangs noch nicht zufriedengestellt. Der Außer-Haus-Konsum wie auch im Handel lag mit - 2,9 % leicht unter dem Vorjahreszeitraum. Er zeigte sich dennoch hoffnungsvoll, dass ein gutes Jahr folge.

Erwartungen an die Politik

Im Vorfeld des anstehenden Bundestagswahlkampfs und der anschließenden politischen Arbeit habe der Deutsche Brauer-Bund einen Katalog mit den Erwartungen der Brache an die Politik zusammengefasst. „Auf dieser Grundlage werden wir in den kommenden Wochen und Monaten in den Dialog mit den Politikern eintreten“, gab Dr. Eils hierzu an.

Die Themenfelder seien:

  1. eine Steuerpolitik, die auf nationaler und internationaler Ebene von neuen Belastungen durch eine Anhebung der Biersteuer bzw. des Biersteuermindestsatzes zur EU-Harmonisierung absehe,
  2. eine Alkoholpolitik, die an die heute Präventions- und Aufklärungsarbeit anknüpfe, die Mittel bündele und die Wirtschaft als gleichwertigen Kooperationspartner akzeptiere,
  3. eine Energiepolitik, bei deren Neuausrichtung auf eine Beseitigung bei den planwirtschaftlichen Regulierungen, eine nachhaltige Änderung des EEG’s sowie ein Abbau von Subventionen im Hinblick auf den Anbau von Energiepflanzen sowie einen gesundheits- und umweltbezogenen Schutz von Trinkwasservorkommen auch außerhalb von Wasserschutzgebieten gesetzt werde,
  4. eine im Lebensmittelrecht notwendige Stärkung der Verbraucherbildung statt einer staatlichen Konsumlenkung, eine Stärkung der Lebensmittelüberwachung und eine Einrichtung eines Ombudsmanns im Lebensmittelrecht für Verbraucher,
  5. bei EU-Gesetzgebung und EU-Bürokratie Schutz vor Überregulierung und branchenschädlichen Gesetzgebung durch die EU-Kommission sowie eine Verteidigung des Subsidiaritätsprinzips und
  6. die Fortsetzung der Forschung und Entwicklung und ein weiterer finanzieller Ausbau der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) über das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen.

Dr. Eils zeigte sich abschließend ebenfalls optimistisch, dass „durch eine Konzentration auf die Sacharbeit und gemeinsame Interessen“ die erfolgreiche Arbeit des DBB, der die Interessen aller Brauereien in Deutschland und Europa vertritt, mit gleicher Intensität fortgesetzt werde und der Branchenverband von der Politik und Öffentlichkeit als Sprachrohr in höchstem Maße anerkannt bliebe.

 

Hintergrund

Der Deutsche Brauer-Bund (DBB) ist der Spitzenverband der deutschen Brauwirtschaft - er vertritt die gesamte deutsche Brauwirtschaft.

Der DBB ist ein "Verband von Verbänden und Direktmitgliedern", seine direkten Mitglieder sind sechs regionale Verbände und Fachverbände sowie große Braugruppen. In den Mitgliedsverbänden sind Brauereien aller Größenordnungen organisiert, deren Interessen der Deutsche Brauer-Bund unabhängig von Größe und Unternehmensform vertritt.


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Pressekonferenz Brauertag 2013 - Deutsche Biervielfalt so groß wie noch nie (PDF, 89 KB)


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