Deutscher Brauer-Bund weist NDR-Bericht zurück

Unabhängige Untersuchungen bestätigen die hohe Qualität deutscher Biere

 

Berlin, 3. Juni 2014. Das NDR-Fernsehen hat in der am 2. Juni 2014 ausgestrahlten Sendung „Markt“ die Behauptung aufgestellt, dass angeblich neben Mineralwasser auch Biere vom Eintrag sogenannter „Mikroplastikfasern“ betroffenen seien. Der Deutsche Brauer-Bund weist die Vorwürfe und Spekulationen des NDR als haltlos zurück und hält hierzu fest:

In aufwändigen Untersuchungen, die renommierte, unabhängige Institute wie etwa die Technische Universität München in den vergangenen Tagen auf Bitten der Brauereien durchgeführt hatten, konnten keinerlei Mikroplastikfasern in den vom NDR getesteten Bieren festgestellt werden. Alle getesteten Biere waren einwandfrei. Biere sind Naturprodukte, die strengsten Qualitätskriterien unterliegen und unter höchsten hygienischen Standards ausschließlich aus sorgsam ausgewählten, streng überwachten, natürlichen Rohstoffen hergestellt werden.

Der Deutsche Brauer-Bund weist die vom NDR und einem hinzugezogenen Chemiker aufgestellten Falschbehauptungen und Vermutungen entschieden zurück und behält sich rechtliche Schritte vor. Die Seriosität der vom NDR zitierten Untersuchung, für die nach Aussage der Wissenschaft absolute Reinraum-Bedingungen erforderlich gewesen wären, um eine Fremdkontamination zu vermeiden, muss aus mehreren Gründen massiv in Zweifel gezogen werden. Trotz Nachfragen hat der Sender bisher nicht auf unsere Aufforderung reagiert, die genaue Untersuchungsmethodik und die Untersuchungsergebnisse offenzulegen.

Die von dem Sender und einem Chemiker aufgestellten Behauptungen basieren erkennbar nicht auf einer seriösen, wissenschaftlichen Untersuchung. So wurde weder zweifelsfrei ausgeschlossen, dass Fremdpartikel etwa über die Luft in die zur Untersuchung bereitgestellten Getränke und Geräte eindrangen und Analysematerialien verunreinigen konnten, noch ist bekannt, dass eine Analyse zur Identifikation der Einzelfasern stattgefunden hat. Der vom NDR zitierte Chemiker Gerd Liebezeit räumte auf Nachfrage selbst ein, es habe sich bei seinen Untersuchungen um ein „sehr einfaches Verfahren“ gehandelt.

Nach Ansicht unabhängiger Wissenschaftler können kleinste Partikel wie sogenanntes "Mikroplastik" jedoch nur in sehr zeit- und kostenintensiven Untersuchungsverfahren unter strikten Reinraumbedingungen zuverlässig und zweifelsfrei identifiziert werden. Prof. Dr. Horst Christian Langowski von der Technischen Universität München, Lehrstuhl für Lebensmittelverpackungstechnik, stellte hierzu in einer Stellungnahme vom 26. Mai 2014 zu der NDR-Recherche fest: „Um die Aussage bestätigen zu können, dass es sich bei den gefundenen Fasern um „Mikroplastik“ handelt, müsste deshalb auch eine genaue Analyse der Einzelfasern durchgeführt werden, wobei ausgeschlossen werden muss,

dass es sich um durch das Untersuchungspersonal oder die Präparationsmethode eingeschleppte Fasern handelt. (...) Die bekannt gewordenen Ergebnisse sind somit kritisch darauf zu prüfen, ob sie auf Untersuchungen basieren, die die oben dargestellten Voraussetzungen erfüllen. Ist dies nicht der Fall, so sind die berichteten Ergebnisse nicht vertrauenswürdig.“ (siehe auch Anlage)

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Deutscher Brauer-Bund weist NDR-Bericht zurück (PDF, 70 KB)
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Stellungnahme von Prof. Dr. Horst-Christian Langowski, Wissenschaftszentrum Weihenstephan, Lehrstuhl für Lebensmittelverpackungstechnik (PDF, 60 KB)


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