Pressemeldung

Eine druckfähige Datei des neuen Aktionsplakats senden wir Ihnen gerne auf Anfrage.


Aktion „0,0 Promille in der Schwangerschaft” appelliert an die Verantwortung werdender Mütter

Deutscher Brauer-Bund unterstützt die Kampagne

Neues Motiv der Kampagne symbolisiert die lebenslangen Folgen für das Kind

Berlin, 14. April 2010 – Unter dem Titel „Prävention aus Liebe zum Kind” setzt sich die Stiftung für das behinderte Kind für die Förderung von Vorsorge und Früherkennung von Behinderungen im Kindesalter ein. Dazu zählt auch die Aufklärung zur Vermeidung von selbst verantworteten Risiken wie Rauchen und Trinken in der Schwangerschaft. Jetzt startet die Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Brauer-Bund e.V. die Aktion „0,0 Promille in der Schwangerschaft”. Diese Aktion wendet sich an Schwangere und appelliert an die drohenden, lebenslangen Folgen des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft. Jedes Jahr werden in Deutschland rund 3.000 Kinder mit dem so genannten „Fetalen Alkoholsyndrom” (FAS) geboren, die Dunkelziffer dürfte noch höher liegen. Die Kinder weisen unter anderem neurologische und intellektuelle Schäden auf, die sie ein Leben lang benachteiligen. Aufgrund der enormen FAS-Fallzahl weist die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder MdB, der Aufklärung über das vermeidbare Risiko einen besonderen Stellenwert zu. Sie hat daher mit großer Freude die Schirmherrschaft für die Kooperation übernommen und will auch in Zukunft die Maßnahmen politisch begleiten, gab sie zum Start der Kooperation an.

Die von der Schmittgall Werbeagentur und newswerk PR entwickelte Kampagne soll genau zu eben dieser Aufklärung beitragen. Das neue und einprägsame Kampagnenmotiv zeigt ein verunfalltes und beschädigtes Kinderfahrzeug als Analogie für die möglichen Folgeschäden für das Kind durch den Alkoholkonsum seiner Mutter. Das Motiv in Verbindung mit der Headline „Schwanger? 0,0 Promillegrenze!” und einem eigens entwickelten Aktionslogo soll auf Plakaten und Informationsmaterialien in deutschen Gynäkologiepraxen und Apotheken an die Verantwortung werdender Mütter appellieren. Ebenfalls bietet die Homepage www.prävention-aus-liebe-zum-kind.de weiterführende nützliche Informationen zur Kampagne und zur Gefahr von Alkohol in der Schwangerschaft.

Alkoholverzicht der Schwangeren nimmt FAS-Risiko komplett

„Jeder Schluck Alkohol in der Schwangerschaft gelangt zum Kind und kann folgenreiche Schäden verursachen. Schäden, die durch mehr Verantwortung und den Alkoholverzicht der Schwangeren absolut vermieden werden können“, so Prof. Dr. Joachim W. Dudenhausen, Vorsitzender der Stiftung für das behinderte Kind und Direktor der Kliniken für Geburtsmedizin an der Charité Berlin. Daher sei es ganz relevant, werdenden Müttern die Gefahr des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft vor Augen zu führen. Dudenhausen: „Es gibt kein gesundes Maß und keine Toleranzgrenze für Alkohol bei Ungeborenen.“ Diese Fakten gelte es nachhaltig ins Bewusstsein der Schwangeren und der Gesellschaft zu bringen.  

„Dass wir für die neue Kampagne den Deutschen Brauer-Bund gewinnen konnten, freut uns sehr und unterstreicht das seit mehreren Jahren bestehende Bemühen des Verbandes, zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Genussmittel beizutragen“, so der Stiftungschef weiter. Auch für Peter Hahn, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bunds in Berlin, ist die Kampagne ein relevantes Verbandsanliegen. Mit zahlreichen Initiativen und einem Verhaltenskodex propagiert der Verband der Brauer seit Jahren unter anderem die Punktnüchternheit im Straßenverkehr, setzt sich gegen den Verzehr von Alkohol durch Jugendliche und eben auch in der Schwangerschaft ein. „Mit dieser Kampagne fokussieren wir unsere Aufklärungsarbeit zum von uns propagierten Alkoholverzicht in der Schwangerschaft“. Die neue Kampagne wird gezielt bei den Gynäkologen zu finden sein.

Studie belegt: Schwangere fühlen sich unberaten beim Thema Alkoholkonsum

Denn eine Ipsos-Studie „Alkohol & Schwangerschaft”, die im Auftrag des Deutschen Brauer-Bunds Ende 2008 durchgeführt wurde, belegt die exponierte Rolle des Gynäkologen als qualifizierter Ansprechpartner für Schwangere bei diesem Thema. Laut dieser Studie haben 39 % von 307 befragten Müttern während ihrer Schwangerschaft mit ihren Ärzten nicht über den zu vermeidenden Alkoholkonsum gesprochen. Zudem ergibt die Studie, dass Gynäkologen die wirkungsvollste und effizienteste Informationsquelle für werdende Mütter darstellen (56 % aller 500 Befragten), um über Risiken von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft aufgeklärt zu werden. Die Umfrage bestätigte auch, dass ein Warnhinweis auf Flaschen verfehlte Mühe wäre. Denn nur jede Achte (12 %) erachtete einen Warnhinweis auf Flaschen für eine zielführende Aufklärung. Dafür schätzt aber mehr als jede Zweite die entsprechende Information beim Gynäkologen.

„Mit der Initiative wollen wir die Ärzte bei der von Schwangeren gewünschten Aufklärungsarbeit unterstützen. Wir bieten dem Arzt jetzt entsprechendes Informationsmaterial, womit er diesem Wunsch schon im Wartezimmer gerecht werden kann und einen Aufhänger für einen Gesprächseinstieg zu diesem Thema hat”, erklärt Peter Hahn vom Brauer-Bund.

Weitere Informationen zur Initiative „Prävention aus Liebe zum Kind” sowie ein Gewinnspiel für Schwangere, die auf Alkohol verzichten, sind auf der Homepage www.prävention-aus-liebe-zum-kind.de zu finden.

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Über die Stiftung für das behinderte Kind - Förderung von Vorsorge und Früherkennung

Die Stiftung für das behinderte Kind unter der Schirmherrschaft von Familienministerin Dr. Ursula von der Leyen bemüht sich um die Förderung von Früherkennung, Vorsorge und Frührehabilitation von Behinderungen im Kindesalter. Die Einführung der allgemeinen Vorsorgeuntersuchungen und der Ausbau genetischer Beratungsstellen in der Bundesrepublik Deutschland zählen in der Vergangenheit mit zu den Erfolgen ihrer Arbeit.

Die Stiftung für das behinderte Kind wurde am 12. Juni 1967 in Bad Godesberg im Zuge der Thalidomid-Katastrophe gegründet. Der Anstoß zur Einrichtung einer solchen Institution war vorwiegend aus dem Kreis der Förderer des Deutschen Grünen Kreuzes gekommen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.stiftung-behindertes-kind.de

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