Pressemeldung

 

Deutsche haben kein Suchtproblem

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen stellt Trinkmenge deutschen Bieres verfälscht dar und bringt durch tendenziöse Zahlenspiele Brauwirtschaft in Misskredit

 

Berlin, 09.04.2010. In der Tagespresse wird unter Hinweis auf das Jahrbuch Sucht 2010 und eine Pressekonferenz der Deutschen Hauptstelle für Suchfragen (DHS) ein übermäßig hoher Alkoholkonsum in Deutschland beklagt. Die DHS hat dabei zur Kolportierung eines Alkoholproblems der Deutschen mit 9,9 Litern konsumierten Reinalkohols diese Zahl in direkten Zusammenhang mit deutschem Bier gesetzt. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Rechtsanwalt Peter Hahn, merkt dazu an: „In der Presse wird die Aussage des Geschäftsführers der DHS aufgegriffen, der mit rund 200 Liter Bier pro Kopf und Jahr einen umgerechneten Wert zur plastischen Darstellung der vermeintlich extrem hohen Trinkmenge angegeben hatte. Diese Art der Sachdarstellung ist nach Ansicht vieler Menschen höchst tendenziös und unredlich. Auf Kosten des reinen, genussvollen und von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung maßvoll getrunkenen Bieres wird hier der Öffentlichkeit ein Problem der gesamten Bevölkerung vorgegaukelt. Dies können und wollen wir nicht unkommentiert stehen lassen. Es handelt sich zudem um eigene Berechnungen der DHS.” Hierbei gelte es richtig zustellen, dass das ifo-Institut für Wirtschaftsforschung einen niedrigeren Wert des konsumierten Reinalkohols ermittelt hat. Der durchschnittliche Bierkonsum in Deutschland liege nach einem Bierkonsum-Rückgang von rund 30% in den letzten 30 Jahren mithin nur noch bei 111,1 Litern. Andere alkoholhaltige Getränke beeinflussen hier genauso die Menge des theoretischen Werts, der in einer Reinalkoholmenge angegeben werde.

„Das deutsche Bier und die Brauwirtschaft dürfen daher nicht als Ursache des Übels diffamiert werden. Die Problematik, einer Gruppe der Bevölkerung mit einem übermäßigen Konsum alkoholhaltige Getränke hat, darf nicht einer Branche angelastet werden“, gibt Hahn weiter an. Es seien, wie schon sooft betont, alle Entscheidungsträger aus Politik und Gesellschaft aufgerufen, sich dem Minderheitenproblem zu stellen. Nur die Aufhebung des bestehenden Vollzugsdefizits bei der Abgabe und dem Verkauf alkoholhaltiger Getränke sowie ein größeres gemeinsames Engagement für mehr Prävention und Aufklärung könnten hier langfristig Abhilfe schaffen. Die deutschen Brauer würden im Rahmen ihrer Verantwortung ihren Teil dazu beitragen und mit eigenen Kampagnen und verantwortungsvollem Marketing dies seit jeher unter Beweis stellen.

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