Pressemeldung

Brauwirtschaft in Zeiten der Unsicherheit gut aufgestellt

Deutsche Brauer garantieren auch in Zukunft einzigartige Geschmacksvielfalt und setzen auf ein Sommermärchen 2010


Berlin, 10.06.2010. Anlässlich der Jahrespressekonferenz des Deutschen Brauer-Bundes zeigte sich der Präsident Wolfgang Burgard in Sachen Biervielfalt und Diversifizierung des Biermarktes optimistisch.

Burgard gab in seinem Eingangsstatement einen kurzen Überblick über die Branche sowie verschiedene Themenbereiche, die die deutschen Brauer aktuell beschäftigen.

„Rund 5.000 deutsche Biere, gebraut von derzeit 1.327 Braustätten garantieren eine einzigartige Geschmacks- bzw. Genussvielfalt. Das Reinheitsgebot für Bier als eine der weltweit ältesten lebensmittelrechtlichen Vorschriften sichert zudem seit mittlerweile fast fünfhundert Jahren besten Verbraucherschutz. Daran werden sich auch in Zukunft alle deutschen Brauer halten”, so Burgard eingangs.

Ein offensichtlicher Anstieg der absoluten Zahl der deutschen Braustätten sei hingegen nur einem Zuwachs im Bereich der Braugasthäuser geschuldet. Dieser täusche über den Konsolidierungsdruck im mittleren und oberen Segment der Brauereien hinweg. Aufgrund des ständig steigenden Wettbewerbs seien die großen Brauereien gezwungen, Strukturen zu verschlanken und durch Aufkäufe die eigene Braustättenzahl zu erweitern, um so neue Absatzwege und –gebiete erschließen zu können. Ein Gegentrend sei aber auch, dass gerade Braustätten im mittleren Marksegment nach Übernahmen zum Teil geschlossen worden seien. Mittlerweile seien durch diese Konzentrationsbewegung rund 14% der Branche für 95% des Bierausstoßes in Deutschland verantwortlich.

„Nichtsdestotrotz werden die deutschen Brauer auch in Zukunft flächendeckend aktiv bleiben und mit tiefer regionaler Verwurzelung ihren Bieren eine Heimat geben und sich so auch für einen Teil deutscher Genusskultur einsetzen”, gab Burgard weiter an.

Im gleichen Atemzug hob er das alkoholpolitische Engagement der Branche hervor: „Wir deutschen Brauer sprechen uns seit jeher gegen den Genuss alkoholhaltiger Getränke in bestimmten Lebenssituationen aus und zeigen dies durch ungebremsten Elan. In diesem Jahr beweisen wir zweimal mehr, dass uns die Prävention und Aufklärung wichtig ist. Mit der Aktion „0,0 Promille in der Schwangerschaft“ der Kooperation ,Prävention aus Liebe zum Kind’ gehen wir auf wichtige Multiplikatoren wie Frauenärzte und Apotheken zu, damit diese die gemeinsamen Botschaften gegen Alkoholkonsum in der Schwangerschaft und Stillzeit mittels Postern und Postkarten verbreiten.” Burgard weiter: „Im Rahmen verantwortungsvollen Marketings haben wir uns dafür eingesetzt, dass durch den Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft eine freiwillige Vorkontrolle sämtlicher Bierwerbung durchgeführt werden kann. Die größten Braugruppen in Deutschland lassen mittlerweile Ihre Kommunikation überprüfen und freigeben. Damit verhindern wir eine unwahrscheinliche, aber mögliche Beschwerde gegen unsere Werbung, die dann ggf. eine teure Änderung bzw. Rücknahme bewirken würde”, fasst Burgard die Entwicklung im Bereich der Selbstregulierung der Wirtschaft zusammen. Die deutschen Brauer seien damit europaweit richtungweisend. Gemeinsam mit anderen nationalen Brauereiverbänden sei das System der Selbstregulierung der Werbung gerade von unabhängiger dritter Seite als effektiv eingestuft und das Ergebnis publiziert worden. Wieder einmal zeige sich, dass Selbstregulierung der Bierwerbung wirkungsvoller sei und auf mehr Verständnis bei den Beteiligten und in der Bevölkerung stoße, als neue Eingriffe der Politik.

Auch in anderen Bereichen zeigten die deutschen Brauer ebenso Verantwortung und Umweltbewusstsein. So gab der DBB-Präsident an, dass die Quote mit Bier-Glasmehrwegflaschen und Fässern mit knapp 90% auf dem Verpackungsmarkt führend sei. „Sollte die Politik die Verpackungspolitik für Getränke ändern wollen, darf diese nicht beim deutschen Bier ansetzen, da es dann die falsche Wirtschaftsbranche treffen und zugleich wenig in den Problembereichen verändern würde.”

Burgard schwenkte thematisch weiter: „Wir brauchen nicht ohne Not immer neue Aktionsfelder, denn wir stellen uns bereits jetzt wichtigen Herausforderungen, die den sich ändernden Marktstrukturen und politischen Diskussionsinhalten in Europa und Deutschland geschuldet sind. Wir überlegen stets, wie wir unsere Interessen unter Berücksichtigung dieser Einflussfaktoren am besten vertreten und unseren Verband in diesem Sinne effizienter aufstellen können. Ergebnis ist z.B., dass großen Braugruppen und Brauereien die Möglichkeit geschaffen wurde, Direktmitglied beim Bundesverband zu werden. So können diese bei Interesse direkte Führungsverantwortung auf nationaler und europäischer Ebene ausüben.” Burgard erwähnte in diesem Zusammenhang, dass bereits ein Konzern Direktmitglied geworden sei. „Bei allen Diskussionen um Effektivität und Professionalität das Wohl der Menschen in und außerhalb der Branche und die Garantie für ein weiterhin einzigartig reines und genussvolles deutsches Bier in Europa und in der Welt im Fokus unserer Bemühungen. Ich bin fester Überzeugung, dass wir unseren Erfolgskurs fortsetzen werden, auch um den Deutschen Brauer-Bund gestärkt im nächsten Jahr in den 140. Geburtstag zu führen”, gab Burgard zur Verbandssituation an.

Mit Blick auf den Rest des Jahres und die anstehende Fußball-WM endete Burgard: „Wir setzen auf einen guten Sommer und interessante Spiele in Südafrika. Die deutschen Brauer werden ihren Teil dazu beitragen, dass die Bierfreunde in Deutschland erstklassiges Bier im Kreis der Freunde und Familie genießen können. Ich bin sicherlich nicht alleine, wenn ich mir ein Sommermärchen 2010 wünsche.”

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