Pressemeldung

Nein zu Steuererhöhungen bei Bier

Rückgang von Alkoholkonsum hält an

Berlin, 30.07.2010. „Mit einer drastischen Erhöhung der Steuern auf alkoholische Getränke lässt sich das exzessive Trinken von Alkohol nicht unterbinden.“ Das erklärt Rechtsanwalt Peter Hahn, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Berlin, und widerspricht damit der Forderung des Wirtschaftswissenschaftlers Dr. T. Effertz. Dieser hatte eine Anhebung der Biersteuer von 9 Cent/Liter gefordert, womit der Preis von einem Kasten Bier auf mehr als 20 Euro hochschnellen würde. Damit würden all die Verbraucher bestraft, die Bier veranwortungsbewußt genießen, das heißt die überwiegende Mehrheit würde für das Fehlverhalten einiger weniger bestraft. Insgesamt gehe der Alkoholkonsum ohnehin seit Jahren zurück.

Nach den jüngsten Untersuchungen (Ifo-Institut) ist der Konsum von reinem Alkohol in Deutschland auf 9,7 Liter im Jahr 2009 gesunken. Lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Reinalkohol 1991 noch bei 12,19 Liter, so hat er seither um 2,47 Liter oder 20,27 % abgenommen.

„Das darf natürlich nicht von der kleinen Gruppe ablenken, die zu einem vernünftigen Umgang mit alkoholischen Getränken – aus welchen Gründen auch immer – nicht in der Lage ist“, fährt Hahn fort.

Die sehr hohen Alkoholsteuern in den skandinavischen Ländern zeigten, dass Steuererhöhungen ein absolut ungeeignetes Instrument im Kampf gegen Alkoholmissbrauch seien. „Prävention und Aufklärung, nicht Steuererhöhungen haben einen verhaltenslenkenden Effekt“, erläutert Hahn.

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