Pressemeldung

EU-Ratspräsident würdigt Rolle der Brauwirtschaft in Europa

 

Gerade hat sich der amtierende EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy anlässlich einer Gala des Bierclubs des Europäischen Parlaments sehr positiv über die Rolle der Brauwirtschaft in Europa geäußert.

 

Brüssel/Berlin, November 2010. Auf der Veranstaltung bei der rund 400 Vertreter der Brauwirtschaft mit Regierungsverantwortlichen im letzten Monat in Brüssel zusammenkamen, wurde insbesondere über die Herausforderungen der europäischen Brauwirtschaft und die damit direkt oder indirekt Millionen Arbeitsplätze referiert und diskutiert. Dabei wurden auch Steuerfragen, alkoholpolitische begründete Regulierungsbestrebungen der Politik und Maßnahmen zur Verbesserung des verantwortungsbewussten Alkoholkonsums aufgegriffen.

In seiner Gala-Rede hob Van Rompuy die wichtige Rolle der Brauwirtschaft in Europas wirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen System dar: „Europas Motto „Einheit in der Vielfalt“ trifft auf die europäischen Brauer zu: Vereinigt in Ihren vielen Stärken, spielen Sie eine wichtige wirtschaftliche und „gemeinschaftsbildende Rolle“ und Ihre Vielfalt bereichert unsere europäische Kultur und Tradition“. Dabei beschrieb er auch das Bier als „Symbol für Gastfreundschaft und Geselligkeit“.

Alberto da Ponte, Präsident des Dachverbandes der europäischen Brauer, The Brewers of Europe, hob in seinem Statement noch einmal den Beitrag der Brauwirtschaft für die europäische Wirtschaft hervor. Dabei betonte er u.a. die notwendige Einbindung von Gemeinden und den verantwortungsbewussten Konsum von Bier und äußerte zugleich den Wunsch nach einer fairen Besteuerung.

Bei einer anschließenden lebhaften Diskussionsrunde, an dem neben der Europaabgeordnete Marianne Thyssen, die zugleich Präsidentin des Bierclubs des Europäischen Parlaments ist, der Brauer-Präsident da Ponte sowie Brauereivertreter teilnahmen, hielten diese fest, dass Regierungsverantwortliche sowie alle, die mit der Bierbranche verbunden seien, noch enger zusammenarbeiten müssten, um sowohl die Brauwirtschaft voranzubringen als auch gemeinsame Probleme aufzuarbeiten. Dabei seien die Reduzierung der CO2-Bilanz, das Verständnis der Rolle in Europa und über die Grenzen hinweg, das Knüpfen von Partnerschaften für eine verantwortungsbewusste Abgabe und den Genuss alkoholhaltiger Getränke sowie die Erstellung von sinnvollen Wirtschaftsrichtlinien Hauptaugenmerke, auf die man sich auch zukünftig konzentrieren müsse.

Bei der Frage der Besteuerung der Brauwirtschaft wurde im Rahmen der Diskussionsrunde die Studie von PriceWaterhouseCoopers (http://tinyurl.com/taxstudy) zur indirekten Besteuerung diskutiert. In dieser werden die Folgen einer weiteren indirekten Besteuerung aufgezeigt. Sie besagt, dass bei einer 20%igen Steuerungserhöhung mehrere zehntausend Arbeitsplätze der Brauwirtschaft und angeschlossener Branchen gefährdet wären.

"Die Brauereien würden hart von den Steuererhöhungen getroffen werden - u.a. auch 1,8 Millionen europäische Arbeitsstellen im Bereich der Gastronomie – und das gerade zu Beginn eines möglichen Aufschwungs der Wirtschaft, die sich aus der schwierigen Wirtschaftskrise erholen sollte," sagte Alberto da Ponte.

Der Vertreter der belgischen Brauwirtschaft warnte davor, die stellen- und traditionsreiche Branche zu schädigen. Die meisten europäischen Brauereien sind kleine und mittelständische Unternehmen, die traditionell lokale Produkte herstellen, einige mit einer Jahrhunderte langen Tradition.

Weiterführende Informationen sowie Bildmaterialien sind zu finden unter: http://www.brewersofeurope.org und http://www.beerserveseurope.eu/  

The Brewers of Europe vertreten als Dachverband 4000 europäische Brauereien mit denen direkt oder indirekt 2,5 Millionen Arbeitsplätze verbunden sind.

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