Pressemeldung

Kein Verbotswahn im ÖPNV

Deutsche Brauer gegen weitere Konsumeinschränkungen mündiger Bürger

 

Berlin, 01.09.2011. Mit der heutigen Einführung eines Alkoholverbots im Hamburger Personennahverkehr werden Rufe nach deutschlandweiten Einschränkungen laut. Die deutschen Brauer sind gegen diesen zusätzlichen Regulierungsansatz. „Wir sind selbstverständlich für Sicherheit und Ordnung in allen Bereichen des öffentlichen Lebens und somit auch in Bussen und Bahnen. Durch ein zusätzliches Verbot, wie es heute in Hamburg in Kraft tritt, wird das eigentliche Problem aber nicht gelöst“, gibt der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Rechtsanwalt Peter Hahn, hierbei zu bedenken. Auffällige und Kriminelle, auf die das Verbot eigentlich abzielt, seien grundsätzlich schon im Vorfeld der Bahnfahrt alkoholisiert. Diese könnten bei einer konsequenten Kontrolle vor Fahrantritt hiervon abgehalten werden. Zudem könne schon aus praktischen Gesichtspunkten der Konsum in der Bahn aufgrund einer oftmals kurzen Fahrtzeit nicht zu einer starken Alkoholisierung beitragen. Hahn ergänzt: „Es werden mit der Rasenmähermethode wieder einmal alle abgestraft, so auch diejenigen, die nur ihr Feierabendbier genießen wollen. Aggressive Trinker werden ihr Verhalten aber nicht ändern“.

Aus Sicht der deutschen Brauer bedeutet dieses zusätzliche Konsumverbot keine Verbesserung. Es effektiv durchzusetzen bringe die Verkehrsgesellschaften und Polizei nur unter noch mehr Zugzwang. Die ohnehin schon angespannte Personallage werde nur noch mehr belastet. „Es gibt schon heute viele Verbote, die nur unzureichend durchgesetzt werden. Dies führt unweigerlich dazu, dass das Unverständnis für das politische Handeln zunimmt. Ein zusätzliches Sicherheitsgefühl bleibt aber aus“ und Hahn weiter: „Aus unserer Sicht greift dieses Verbot zu kurz. Mehr Personal, das alle Fahrgäste in der Bahn überwacht, bedeutet auch, dass nicht zwangsläufig Vorkontrollen stattfinden, Fahrgäste und Kommunen aber hierfür zur Kasse gebeten werden. Das ist die Konsequenz der weiteren Einschränkung der Bürgerrechte bei ausbleibender Verbesserung der Situation.“

 

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