Pressemeldung

Wirtschaftsfaktor Brauwirtschaft

 

Zwei europäische Studien belegen in Zeiten der Anspannung und Rezession maßgeblich positiven Einfluss der Brauwirtschaft auf das EU-Wirtschaftssystem.

 

Brüssel/Berlin, 23.11.2011. Am gestrigen Abend hatte der europäische Dachverband der Brauer, The Brewers of Europe, zu einer Festveranstaltung unter dem Motto: „Beer Serves Europe“ Vertreter der Politik, der Wirtschaft und der Medien in ihre Räume geladen. Als Ehrengast wandte sich der Präsident der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, an die rund 200 Gäste und betonte die Wichtigkeit der europäischen Brauwirtschaft aufgrund ihrer Wirtschaftskraft und traditionell tiefen gesellschaftlichen Verwurzelung. Gleichzeitig rief er zu innovativen Lösungen bei ihrer Arbeit auf: "Der einzige Weg vorwärts ist Innovation und Anpassung." und bat sie zugleich, selbstregulierend zu wirken und Verantwortung bei der Werbung für ihr Bier zu zeigen.

Der Präsident der The Brewers of Europe, Alberto Da Ponte, bezog sich in seiner Rede auf eine aktuelle Studie, die in Zeiten des Konsumrückgangs und angespannten Haushaltslage den wirtschaftlichen Einfluss der Brauwirtschaft verdeutlicht. Da Ponte hierzu:„Die Studie unterstreicht die Ausdauer, die weltweite Führungsfunktion und den positiven Einfluss des Brausektors auf die europäische Wirtschaft.“ Die Studie zeige zwar, dass der Beitrag zur EU-Wirtschaft durch Bier in den letzten vier Jahren um 10% gesunken sei, aber immer noch sehr signifikant bleibe. Sie verdeutliche auch, dass die Produktion und der Konsum von Bier mehr als 2 Millionen Menschen Arbeitsplätze in der Branche und den vor- und nachgelagerten Bereichen verschaffen. Die Umsätze der über 3.600 europäischen Braustätten liegen bei rund 106 Milliarden € jährlich.

Der leichte Rückgang des wirtschaftlichen Beitrags der Branche ist auf die weltweit negative Entwicklung, aber auch steigende Steuern, höhere Rohstoffpreise, neue Restriktionen und den Konsumwandel von den Gaststätten hinzu dem Heimkonsum zurückzuführen.

Da Ponte fügte abschließend hinzu: „Die Studie zeigt uns, dass bei einer wirtschaftsfreundlichen Politik der Brausektor eine führende Rolle bei der für uns alle so wichtigen wirtschaftlichen Erholung spielen kann.“

Der Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, Dr. Hans-Georg Eils, verwies als Teilnehmer einer folgenden Gesprächsrunde auf die positiven wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Effekte der deutschen Brauwirtschaft. „Allein die deutschen Brauer stellen 30.000 direkte Arbeitsplätze bereit und ermöglichen etwa viermal soviel Arbeitsplätze in der gesamten Wertschöpfungskette. Der Umsatz der Branche lag im letzten Jahr bei nahezu immer noch 8 Milliarden €.“, so Eils. Zudem sei die Exportentwicklung auf knapp 16% insbesondere in europäische Nachbarstaaten sehr erfreulich. Gleichzeitig bezog er sich auf einen durch finanzielle Unterstützung von Sport- und Kulturveranstaltungen maßgeblichen sozialen Einfluss der deutschen Brauwirtschaft von rund 400 Millionen € jährlich. Dies bestätige eine aktuelle, von den The Brewers of Europe in Auftrag gegebene, Sponsoring-Studie, in der aufgezeigt wird, dass die Investitionen der Europäischen Brauwirtschaft in Höhe von rund 1 Milliarde € jährlich zu 62 % der insgesamt rund 8000 verschiedenen Veranstaltungen, in dem regionalen und lokalen Bereich gehen. Lediglich 12% der Finanzmittel würden in den Spitzensport investiert. „Viele Vereine und Kulturschaffende müssten bei einer Kürzung dieser Sponsoringmittel ihre Arbeit stark einschränken, was sicherlich nicht im Sinne der politischen Entscheider sein kann“, ergänzte Eils. Diese wären daher gut beraten, die wirtschaftlichen Freiheiten der Brauwirtschaft nicht weiter einzuschränken, auch um das funktionierende System der freiwilligen Unterstützung und Zusammenarbeit nicht zu gefährden.

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Wirtschaftfaktor Brauwirtschaft - Beer Serves Europe (PDF, 78 KB)
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Studie - Wirtschaftsfaktor Bier - Contribution Beer European Economy (PDF, 4.154 MB)
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Sozialer Beitrag Sponsoring Brauwirtschaft - Supporting Local Communities (PDF, 4.694 MB)


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