Pressemeldung

Erfreulicher Rückgang alkoholbedingter Unfälle
- Aufklärung und Prävention zahlen sich aus!

Unfallstatistik des Statistischen Bundesamtes belegt langfristigen Rückgang und erfolgreiche Arbeit der Präventionskampagne "Don't drink and drive (DDAD) – Wer fährt, bleibt nüchtern“.

 

Berlin, 08.08.2013. Die neueste Unfallstatistik des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass im Jahr 2012 die alkoholbedingten Unfälle um 5 % im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sind. Im 10-Jahresvergleich sind sie sogar um 38 % gesunken. Damit wird der Trend langfristig fortgesetzt, dass die Zahl alkoholbedingter Verkehrsunfälle auch ohne staatliche Eingriffe jedes Jahr stärker zurückgeht als die allgemeine Unfallentwicklung.

In diesem Zusammenhang weisen die deutschen Brauer auf die seit Jahren erfolgreich durchgeführte Präventionskampagne "Don't drink and drive (DDAD) – Wer fährt, bleibt nüchtern“, bei der auf die Gefahren von Alkohol am Steuer hingewiesen wird, hin. „Wir sind von dem auf lange Frist angelegten Ansatz unserer Aufklärungsbemühungen überzeugt. Die gerade veröffentlichten Unfallzahlen belegen, dass sich diese und andere Aktionen im Bereich der Prävention und Aufklärung zur Verringerung alkoholbedingter Unfälle gerade bei Fahranfängern auszahlen.“ So der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Rechtsanwalt Peter Hahn, einleitend hierzu.

Darüber hinaus ziehen sie auch im Hinblick auf die Rückmeldungen eine sehr positive Bilanz der im ersten Halbjahr 2013 durchgeführten Aufklärungsarbeit mit Schwerpunkt in Bayern und Sachsen.

„Wir werden unsere Kampagne auch in Zukunft fortsetzen, da wir wissen, dass hierdurch mehr zu erreichen ist als mit Verboten oder etwa einer weiteren Absenkung der Promillegrenze“, so Hahn weiter. Deutlich wird dies auch daran, dass das Statistische Bundesamt im Jahresbericht 2003 keine zusätzlichen positiven Effekte durch die Absenkung der Promillegrenze von 0,8 auf 0,5 festgestellt hat. Auch die Einführung eines Alkoholverbots für jüngere Fahrer bis 21 hat im Vergleich statistisch kaum signifikante positive Auswirkungen auf die Unfallhäufigkeit gehabt. So sind die Unfallraten der 21-25jährigen, für die derzeit die 0,5-Promillegrenze gilt, im Jahr 2012 stärker zurückgegangen, als die der Fahranfänger.

Insgesamt gilt, dass eine weitere Veränderung der Promilleregelung ohne deutliche Wirkung auf das Unfallgeschehen wäre. So liegen bereits heute mehr als 95,2% aller alkoholbedingten Unfälle über der vom Gesetzgeber festgelegten Grenze von 0,5 Promille. Das Risiko darunter in einen Unfall mit Personenschaden verwickelt zu werden, tendiert mit 0,1% sogar gegen Null.

„Wenngleich wir uns deutlich gegen Alkohol am Steuer aussprechen, teilen wir mit der überwiegenden Mehrheit der Bundesbürger die Auffassung, dass es ein Stück weit Lebensqualität ist, abends nach der Arbeit im Biergarten oder in der Kneipe noch ein Bier trinken zu dürfen.“ In Anbetracht der nüchternen statistischen Zahlen kann er daher nicht verstehen, wenn Forderungen nach Einführung einer 0-Promillegrenze erhoben werden, die keine sichtbar positiven Auswirkungen auf die Unfallzahlen nach sich ziehen würde.
„Wir danken in diesem Zusammenhang für die Unterstützung des Bundesverkehrsministers, der sich sowohl gegen eine Veränderung der Promillegrenze ausspricht, als auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft für die Präventionskampagne übernommen hat“, schließt Hahn.

Hintergrund: Elementarer Bestandteil der Verkehrssicherheitskampagne "Don't drink and drive (DDAD) - Wer fährt, bleibt nüchtern“ sind die Einsätze der sogenannten Party Patrol, bei denen junge Erwachsene gleichaltrige Fahranfänger vor und in Diskotheken und Clubs über die Gefahren von Alkohol am Steuer informieren. In 2013 war diese bereits 11 Mal im Einsatz: 8 Einsätze standen unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsminister und fanden schwerpunktmäßig in Bayern statt. Weitere 3 Einsätze wurden in Sachsen unter der Schirmherrschaft des Innenministeriums durchgeführt.

Ein Faktenpapier zur Unfallstatistik, das einen Überblick über die Entwicklung von 1991 bis einschließlich 2012 gibt, ist im Internet auf der DBB-Homepage unter Fakten zur Alkoholpolitik abrufbar.

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