Gemeinsame Pressemitteilung

Keine falschen Zugeständnisse beim Schutz von Wasser

Verbände fordern strikte Regulierung von Fracking – Absoluter Vorrang für den Umweltschutz

Neustadt an der Aisch, 5. September 2014 Mineralbrunnen und Brauereien erwarten bei den Regierungsplänen zur Regelung von Fracking-Vorhaben den bedingungslosen Schutz von Wasser. „Wasser ist und bleibt unser wichtigstes Nahrungsmittel. Es wäre völlig unverständlich, sollten die Brunnen von Lebensmittel- und Getränkeherstellern in dem geplanten Gesetz weniger Schutz genießen als Trinkwasserbrunnen“, sagt Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes. Der Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen, Stefan Seip, unterstreicht: „Fracking in Einzugsgebieten von Mineral- und Heilquellen, von Brunnen für Brauereien und für die Herstellung von Erfrischungsgetränken, für die Trinkwasserversorgung und für die Lebensmittelherstellung muss generell untersagt werden, ohne Wenn und Aber. Hier muss die Bundesregierung entschlossen handeln und klare Schranken setzen.“ Am Freitag besuchte der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Florian Pronold (SPD), die Franken Brunnen GmbH in Neustadt/Aisch, einen der größten Mineralbrunnen in Deutschland, um mit Betroffenen ein Fachgespräch mit Blick auf die geplante Gesetzgebung zum Thema Fracking zu führen.

Getränkehersteller wie Mineralbrunnen und Brauer hatten bereits Ende 2013 in ihrer „Gelsenkirchener Erklärung“ gemeinsam mit weiteren namhaften Verbänden und Unternehmen ihre Erwartungen an die Bundesregierung formuliert. „Erprobungsmaßnahmen“ für sogenanntes Hydraulic-Fracturing, die trotz der von der Regierung geplanten Einschränkungen zulässig sein sollen, müssten nicht nur detailliert geregelt werden und strengsten Kriterien unterliegen, sie müssen zudem dieselben Anforderungen im Hinblick auf den Schutz von Wasservorkommen erfüllen. Insbesondere wäre gesetzlich zu regeln, dass „Probe-Fracks“ in Einzugsgebieten von Brunnenanlagen unzulässig sind. Klar geregelt werden muss auch die künftige Genehmigung von Frackflüssigkeiten sowie die Entsorgung von Lagerstättenwasser, dessen Aufbereitung Vorrang vor der Verpressung unter Tage haben muss. Auch die Festlegung einer Entschädigungsregelung für Langzeitschäden und eine angemessene Mindestversicherungspflicht zur Abdeckung möglicher Fracking‐Schäden ist aus Sicht des Bündnisses unbedingt erforderlich. Das „Bündnis zum Schutz von Wasser“ fordert deshalb einen vollständigen Verzicht auf den Einsatz der Fracking-Technologie, solange nicht alle Risiken für Mensch und Umwelt sicher ausgeschlossen werden können - gerade auch in Einzugsbereichen von Wasservorkommen, die als Trinkwasser, Mineralwasser, Brauwasser, zur Getränkeherstellung oder zur Herstellung sonstiger Lebensmittel genutzt werden.

 

Ansprechpartner für die Medien:

Holger Eichele
Hauptgeschäftsführer
Deutscher Brauer-Bund e.V.
Neustädtische Kirchstraße 7A
10117 Berlin
Telefon 030/20916725
Email: eichele[at]brauer-bund.de

Stefan Seip
Geschäftsführer
Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V.
Kennedyallee 28
53175 Bonn
Telefon 
0228/9599012
Email: seip[at]vdm-bonn.de

 

 

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